Ein Dokumentarfilm in Spielfilmlänge von Laura Cazador
Mai 1967. Die internationalistische Filmemacherin Michèle Firk hinterlässt ihren Freund*innen einen Brief, „der im Falle eines Falles zu öffnen ist“. Sie ist 30 Jahre alt und schließt sich der städtischen Guerilla in Guatemala an, deren Mitglieder sie in Havanna während der ersten Tricontinentale-Konferenz kennengelernt hatte – einem beispiellosen Projekt zur Bildung einer antikolonialistischen und antiimperialistischen Einheitsfront der „Dritten Welt“. Michèle Firk vollendet ihren einzigen, in Kuba begonnenen Film nie. Auch die Tricontinentale bleibt auf ihrer Ebene unvollendet. 60 Jahre später antwortet Laura Cazador auf diese Lücken und diesen Brief mit einem Film. Im Lichte der aktuellen Ereignisse und dessen, was sie mit Michèle verbindet: das Schreiben, das Kino, die Suche nach der „richtigen“ Distanz. Und Kuba… Kuba.